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Wir glauben und lehren

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Den einen, wahren, ewig lebendigen Gott; drei Personen in Einheit: 
Vater, Sohn und Heiliger Geist


Der Gott, an den wir glauben, den wir anbeten und den zu erkennen unsere größte Sehnsucht ist, bezeugt sich uns als der Schöpfer, Erhalter und Herrscher des ganzen Weltalls. Neben ihm gibt es keinen Gott. Gott ist Geist. In ihm hat alles Leben seinen Ursprung. Sein eigenes Dasein ist unverursacht und durch nichts bedingt. Er genügt ewig sich selbst und bedarf keines anderen. Die unendliche Größe seiner Herrlichkeit und Vollkommenheit wird dem Menschen ewig unfassbar und unerklärbar bleiben. Er schuf das All durch sein Wort, indem er ins Dasein rief, was vorher nicht war, um die Herrlichkeit seiner ewigen Kraft, Weisheit und Güte zu offenbaren. Von Ewigkeit her weiß er um alle Einzelheiten der Geschichte seiner ganzen Schöpfung. Schon vor Grundlegung der Welt hat er nach seiner Vorauserkenntnis den Plan zu ihrer Erlösung und Verherrlichung gefasst. Wie er selbst unwandelbar ist, kann auch sein Plan nicht geändert oder gar durchkreuzt werden. Sein unteilbares Wesen ist jederzeit überall gegenwärtig und erweist sich als Liebe und Güte gegen uns. Seine Weisheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit und Heiligkeit sind verschiedene Ausprägungen seines Liebeswesens, an denen er dem Menschen nach seinem ewigen Ratschluss Anteil geben möchte.


Das Alte wie das Neue Testament reden von dem einen Gott an vielen Stellen in dreifacher Weise. Er offenbart sich in drei verschiedenen Seinsweisen oder Personen, die in ihrem Wesen, Wollen und Wirken völlig eins sind. Die Heilige Schrift redet von Gott als vom Vater, vom Sohn und vom Heiligen Geist und unterscheidet sie in ihrem Werk. In jeder Person der Gottheit wirkt jedoch der eine Gott ganz und ungeteilt.

5. Mose 4,35.39 | Jes 44,6 | Matth 28,19 | 2. Kor 13,13


Die göttliche Eingebung und Autorität
der Heiligen Schrift

Die Heilige Schrift ist die Sammlung von 39 Büchern des Alten und 27 des Neuen Testaments, die durch von Gott auserwählte und inspirierte Schreiber entstanden sind. Gott gab den Schreibern der Originaltexte seine eigenen Gedanken ein und wachte über eine exakte Formulierung in menschlicher Sprache, wobei der Ausdruck der Individualität des einzelnen Schreibers erhalten blieb. Sowohl die Gedanken als auch die Worte sind Gottes Offenbarung an uns. Unbedeutende Abschreib- und Übersetzungsfehler haben sich bei der Überlieferung der Originaltexte eingeschlichen, konnten aber durch die Funde ältester Handschriften, durch Text- und Sprachforschung geklärt werden.


Obwohl Gott Menschen gebrauchte, deren Wissen unvollkommen war, hat er dennoch darüber gewacht, dass die ihnen geoffenbarte Wahrheit frei blieb von Irrtümern, die durch menschlichen Mangel hätten entstehen können.
Die Genauigkeit und Autorität der Heiligen Schrift als Gottes Offenbarung wurde durch den Heiligen Geist gesichert und bestätigt, damit wir für unseren Glauben eine für alle Zeiten objektive Erkenntnisgrundlage und Gott den Heiligen Geist zum Verständnis der Schrift einen eindeutigen Maßstab hätten. Christus und die Apostel anerkannten und gebrauchten die bis zu ihrer Zeit gesammelten Schriften, also das Alte Testament, als göttlichen Maßstab. Die Apostel erklärten ihre Schriften als glaubensverbindlich für die Gemeinde. N
eben den 66 Büchern der Bibel haben Menschen durch Eingebung des Heiligen Geistes andere Schriften geschrieben, die uns nicht erhalten geblieben sind. Alle sonstigen außerbiblischen Darlegungen, die den Anspruch auf Offenbarungscharakter erheben, müssen an der Heiligen Schrift geprüft werden und sind, wenn sie der Wahrheit und dem Geist der Schrift nicht entsprechen, als falsch zu verwerfen. Jeder Gläubige ist aufgerufen, von zu erbitten und alles, was sich ihm als Wahrheit anbietet, an ihr zu prüfen.

Ps 12,7 | Matth 5,18 | Joh 17,17 | 2. Thess 2,15 | 2. Tim 3,16.17 | 2. Petr 19-21; 3,15.16 | Offb 22, 18.19


Die Liebe Gottes zu den Menschen in der Sendung
unseres Herrn Jesus Christus

Seine Geburt von einer Jungfrau, sündloses Leben, sühnender Tod am Kreuz, leibliche Auferstehung und Himmelfahrt, sowie seine Wiederkunft zur Entrückung der Gemeinde und zur Vollendung seines Reiches. In der Person Jesu Christi sind Gott- und Menschnatur vollkommen und untrennbar vereinigt.


Der Sohn Gottes erhielt die Menschnatur durch das göttliche Wunder der Empfängnis durch den Heiligen Geist durch die Jungfrau Maria. Seine Menschnatur war von jeder Art überkommener Sündhaftigkeit völlig frei. Dadurch ging die Voraussage, einen Leib hast du mir bereitet, in Erfüllung. Schon vor seiner Geburt wurde er als der Heilige angekündigt. Er war und blieb ohne Sünde. Der Tod hatte darum an Christus keinen Anspruch. Er starb aus eigener Entscheidung nach dem Willen des Vaters, der unser aller Schuld auf ihn legte, den Opfertod für die Sünden der ganzen Welt. Das Blut Christi bedeutet die Hingabe seines Lebens für uns. Es spricht zu Gott von seinem Sühnetod und versichert uns der Vergebung unserer Sünden, wenn wir an ihn glauben.
Jesus Christus ist am dritten Tag nach seinem Kreuzestod leiblich von den Toten auferstanden. Sein Auferstehungsleib war mit dem Leib identisch, den man ins Grab gelegt hatte. Er konnte gesehen und betastet werden. Er trug die Wundmale, die ihm am Kreuz zugefügt worden waren und nahm gelegentlich natürliche Speise zu sich. Seine Auferstehung war siegreich. Er hat die Herrschaft über Tod und Totenreich. Vierzig Tage nach seiner Auferstehung fuhr er vom Ölberg zum Himmel auf, während seine Jünger es sahen. Er empfing die Herrschaft über alles. In seiner erhöhten Stellung ist er ein treuer Hohepriester für alle, die zu Gott kommen. Die Wiederkunft Christi wird seinem Weggang von der Erde entsprechen. Er wird mit seinen Heiligen zur Erde wiederkehren und hier die Nationen, den Antichristen und dessen System richten, das Volk Israel wiederherstellen und die Erde in Gerechtigkeit und Frieden regieren.Die Schaffung eines neuen Himmels und einer neuen Erde wird die Vollendung seines Reiches sein.

Matth 1,18 | Luk 1,34.35 | Joh 1.1.14 | Apg 2,32.33 | 1. Kor 15,24-28 | Phil 2,3-8 | 1. Thess 4,16.17


Die völlige Sündhaftigkeit
der menschlichen Natur

Die Notwendigkeit der Sinnesänderung und Wiedergeburt durch Gnade und Glaube allein. Die ewige Verdammnis der Unbußfertigen. Die menschliche Natur ist völlig verdorben, hat einen Hang zum Bösen. Jede Seite des menschlichen Seins ist in ihrer Sündhaftigkeit einbezogen. In seiner verkehrten Gesinnung strebt der Mensch nach Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung, was ihn zwangsläufig zur Auflehnung gegen Gottes vollkommenen Willen treibt. Die guten Bemühungen des sündhaften Menschen können vor Gott nicht bestehen, denn sie sind im Grunde selbstgerecht und haben keinen erlösenden Wert, auch wenn sie in den Augen der Menschen teilweise als lobenswert gelten.


Die völlige Sündhaftigkeit der menschlichen Natur hat zwei Folgerungen: Jeder Mensch ist wegen der sündhaften Taten, die ihr entspringen, vor Gott schuldig. Außerdem hat kein Mensch in sich selbst die Kraft, gerecht zu leben. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der Sinnesänderung und der Wiedergeburt. Ist der Mensch von seiner Sündhaftigkeit überführt, muss er sie ohne Beschönigung vor Gott eingestehen. Er muss Gott aufrichtig um Vergebung bitten und sich eine neue Gesinnung durch Glauben aneignen. Weil der Mensch in seiner sündhaften Natur unfähig ist, ein gottgefälliges Leben zu führen, will Gott ihm in der Wiedergeburt eine neue, göttliche Natur schenken. Sie ist ein Werk des Heiligen Geistes und geschieht durch das Wort Gottes. Indem der Heilige Geist Wohnung in dem Menschen nimmt, wirkt er von innen, drängt ihn dazu, nach dem Willen Gottes zu fragen und gibt ihm die Kraft, auch gegen alle Hindernisse, die Weisungen des Herrn auszuführen.


Die Schrift lehrt, dass der Mensch in seiner sündhaften Natur von Gott getrennt ist und schließlich unter das gerechte Gericht Gottes fällt, wenn er es während seines irdischen Lebens ablehnt, Jesus Christus und seinen Opfertod als den einzigen Ausweg aus der Stellung des Getrenntseins von Gott anzunehmen.


Die Errettung, Rechtfertigung und Heiligung des Menschen durch Christi vollbrachtes
Werk und seine Auferstehung in einem unverweslichen Leib

Die Rechtfertigung des Sünders geschieht dadurch, dass Gott ihm die Gerechtigkeit Christi aus Gnaden anrechnet, sobald er sich nicht mehr aufgrund seiner eigenen Werke vor Gott zu rechtfertigen sucht, sondern das Werk Christi als für sich vollbracht im Glauben annimmt. Kein Mensch kann aufgrund irgendeines Vorzugs oder Werkes vor Gott bestehen. Nur wer sein Vertrauen auf Christus setzt, wird durch sein Blut, das heißt durch die Hingabe seines Lebens am Kreuz, von der Sünde freigesprochen und vor Gott gerechtfertigt. Die Gerechtigkeit, die dem Glaubenden angerechnet wird, ist die Gerechtigkeit Christi. Der Glaubensgrund für die Rechtfertigung liegt in der Auferstehung Christi, in der erwiesen ist, dass der Tod Christi für unsere Sünden die Forderungen der göttlichen Gerechtigkeit vollständig erfüllt hat.
In der Rechtfertigung stellt Gott den Glaubenden auf einen neuen Lebensgrund: auf die Gerechtigkeit Christi. In der Wiedergeburt empfängt er das Leben Christi.

Die Heiligung ist das Wachstum dieses neuen Lebens auf dem neuen Lebensgrund. Sie besteht nicht in einem neuerlichen Versuch, durch eigenes Tun heilig zu werden, sondern sie besteht in der Hingabe des Geistes, der Seele und des Leibes an den Willen Gottes und im Vertrauen darauf, dass Gott selbst reinigen, heiligen, gebrauchen und bewahren will, was ihm anvertraut wurde. Wer der Heiligung nachjagt, wird sich von aller erkannten Sünde reinigen. Er wird alles, was ihm durch das Wort Gottes und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes als Sünde vor Gott bewusst wird, unter die Vergebung des Kreuzes bringen. Er wird die Befreiung von der Macht der Sünde glaubend ergreifen und Gott wird es ihm durch seine Gnade immer wieder zu einer Erfahrung werden lassen. Er wird im täglichen Gebetsumgang mit Gott sein Leben immer wieder neu unter den Alleinanspruch und die Führung Gottes stellen und dadurch sich selbst und der Welt jedes Verfügungsrecht absprechen.



Die Taufe der Gläubigen durch Untertauchen
und das Mahl des Herrn

Sowohl die Taufe als auch das Mahl des Herrn hat Jesus Christus seiner Gemeinde zur Darstellung und Veranschaulichung geistlicher Wirklichkeiten gegeben. Darum ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesen beiden Einsetzungen der persönliche Glaube an den Herrn Jesus Christus. Der Gläubige muss ein Alter erreicht haben, in dem er fähig ist, in Glaubensfragen persönliche Verantwortung zu tragen.

Die Taufe im Wasser ist allen an den Herrn Jesus Christus Gläubigen befohlen und sollte sobald wie möglich nach der Bekehrung vollzogen werden, wie es auch in der Urgemeinde gehandhabt wurde. Weil die Wassertaufe ein Zeichen des mit Christus Begrabenseins ist, sollte der Täufling vollständig untergetaucht werden, denn anders verliert die Taufe ihren Zeichencharakter und ist keine Veranschaulichung der geistlichen Wirklichkeit des Gläubigen. Die Wassertaufe ist ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens an das Heil in Christus. Der Gläubige stellt sein Einssein mit Christus dar, das in der Teilnahme an seinem Tod und an seiner Auferstehung besteht.

Alle Gläubigen, die mit dem Herrn in treuer Gemeinschaft stehen, sollten am Mahl des Herrn in der Gemeinde teilnehmen. Es besteht im Essen des Brotes und im Trinken des Weines. Das Brot ist ein Zeichen des Leibes Christi, der Wein ein Zeichen des Blutes Christi, das in seinem Leiden und Sterben zu unserer Erlösung vergossen wurde. So weisen Brot und Wein zusammen auf den Tod Christi hin, auf den das Leben des Gläubigen wie das der ganzen Gemeinde gegründet ist. Das Miteinander bei der Mahlfeier ist eine wunderbare Veranschaulichung der Gemeinschaft der Glieder der Gemeinde untereinander und mit ihrem wiederkommenden, jetzt im Geist gegenwärtigen Herrn. Wenn diese Gemeinschaft durch irgendetwas gestört wurde, sollte sie wiederhergestellt werden, damit niemand unwürdig isst. Sooft wir dieses Mahl feiern, tun wir dies zu seinem Gedächtnis.

Matth 28,19 | Luk 22,19 | Apg 2,38; 8,12; 9,19; 10,48; 16,33; 20,7 | Röm 6,3.4 | 1. Kor 10.16.17; 11,23-25


Die Taufe oder die Erfüllung mit Heiligem Geist,
die Frucht und die Gnadengaben des Geistes

Gott hat jedem an Christus Gläubigen die Erfüllung mit dem Heiligen Geist verheißen. Den Empfang des Geistes bezeichnet die Schrift im Unterschied zur Glaubenstaufe als im Heiligen Geist getauft oder mit Heiligem Geist erfüllt zu werden. Die Erfüllung ist den Gläubigen aller Zeiten seit dem neutestamentlichen Pfingsttag genauso angeboten wie denen der Urgemeinde. Sie kann von allen Gläubigen empfangen werden, die danach verlangen, darum bitten und bereit sind, dem Heiligen Geist zu gehorchen. Sie kann ohne Hilfe anderer oder auch unter Handauflegung erfahren werden. Aus den verschiedenen Beispielen der Apostelgeschichte ist ersichtlich, dass die vom Heiligen Geist erfüllten Gläubigen als Folge davon in anderen Sprachen redeten und gelegentlich auch weissagten. Eine große Freude und Begeisterung über die Größe und Liebe Gottes, welche sich in Lobpreis äußerte, war die Auswirkung dieser Erfahrung. Das hervorstechendste Merkmal dieser Erfahrung ist die Erfüllung mit Kraft und die Ermutigung zu einem freimütigen und inspirierten Zeugnis über das Wesen und den Plan Gottes. Anders als bei der Wiedergeburt soll die Erfüllung mit dem Heiligen Geist immer wieder erfahren werden.


Es ist das Ziel des Heiligen Geistes, uns in das Bild Christi umzugestalten, dargestellt in der Frucht des Geistes. Die Frucht des Geistes ist ein Leben, das die Liebe Gottes, die Agape, offenbart. Die Frucht des Geistes ist kein Produkt menschlicher Leistung, sie gedeiht auf dem Boden der rechten Gesinnung des Glaubens und Gehorsams gegenüber dem Herrn. Somit geht mit dem Wachsen der Frucht des Geistes gleichzeitig die Formung des Charakters einher.
Nach Gottes Plan teilt der Heilige Geist allen Gliedern der Gemeinde verschiedene Gnadengaben mit, durch die sie befähigt werden, dem Leib Christi und der Welt zu dienen.



Die weltweite Gemeinde, die der Leib Christi ist. Die verbindliche
Einordnung der Gläubigen in eine örtliche Gemeinde.

Die Gemeinde Gottes ist mehr als ein äußerer Zusammenschluss von Gläubigen. Sie ist eine Personen-gemeinschaft, die Gemeinschaft Christi und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes. Sie ist als Leib Christi ein lebendiger Organismus, der Ausdruck des Lebens Christi. Christus ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Die Verbundenheit mit ihm und der Glieder des Leibes untereinander ist in Ewigkeit ein Abbild der Gemeinschaft, die Gott, der Vater, von Ewigkeit her mit dem Sohn und dem Heiligen Geist hat.


Der Leib Christi ist mehr als eine menschlich erkennbare Institution. Alles Organisatorische und Institutionelle in der Gemeinde hat nur einen Wert, solange es sich an das göttliche Muster der neutestamentlichen Gemeinde hält und dem Werden des Leibes Christi dient. Die Glieder des Leibes haben nach Gottes Plan ganz verschiedene Aufgaben, bilden aber durch die Liebe und durch das Halten an der Wahrheit eine wunderbare Einheit. Die weltweite Gemeinde besteht aus der Gesamtzahl der wiedergeborenen Menschen. Alle Gläubigen aus den verschiedenen Konfessionen bilden gemeinsam den Leib Christi. Ihre Aufgabe ist es, trotz unterschiedlicher Erkenntnis in Liebe und Wertschätzung von den anderen zu denken und zu sprechen. Auf der Grundlage der Erlösung Christi können Gläubige unterschiedlicher Herkunft und Prägung Gemeinschaft in der Anbetung Gottes erleben und pflegen. Sie können zusammen fürbittend für die Nöte dieser Welt eintreten und zusammenstehen, um mit ihrem gemeinsamen Zeugnis von der Liebe Gottes die noch Ungeretteten zur Buße und in die Nachfolge zu rufen.

Jeder einzelne Gläubige muss nach Gottes Willen in einer lokalen Gemeinde eingebunden werden. Das ist genauso natürlich, wie in einen Familienverband hineingeboren zu werden und auch darin zu leben.


Die Leitung der Gemeinde durch die Gaben des erhöhten Christus:
Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer, sowie Alteste und Diakone.

Gott selbst hat die Art und Weise bestimmt, in der seine Gemeinde geleitet werden soll. In den neutestamentlichen Gemeinden geht es weder um Demokratisierung noch um Hierarchisierung, sondern um die sicher schwer zu beschreibende Liebesgemeinschaft, deren Funktionsgeheimnis der Heilige Geist ist. Es ist also nicht in das Ermessen der Gemeinde gestellt, welche Form der Leitung sie sich gehen und welche Männer aus ihrer Mitte sie sich zu Dienern wählen will.
Die Leitung der Gemeinde ist ein Ausdruck des Dienstes Christi als Haupt seines Leibes. Deshalb kann sie nur von Gott selbst durch den Heiligen Geist gesetzt werden. Die berufenen Diener werden von der entsprechenden Leiterschaft erkannt und vor der Gemeinde bestätigt.

Im Dienst der Apostel will Christus als der Apostel und Hohepriester unseres Bekenntnisses Ausdruck finden. Kein einzelner Apostel könnte die Herrlichkeit des Apostolats Christi angemessen darstellen, darum gab Christus der Gemeinde viele Apostel. Ihre Zahl blieb nicht auf die zwölf ersten Apostel beschränkt, sondern nach seiner Erhöhung zur Rechten Gottes gab der Herr weitere Apostel. Die Gemeinde braucht sie zu ihrer Gründung und Zubereitung bis zu ihrer Vollendung. Der Dienst der Propheten ergänzt den der Apostel im Empfang unmittelbarer Inspiration zur Leitung der Gemeinde. Neutestamentliche Prophetie wird immer dem Geist der Heiligen Schrift entsprechen und in ihr den Maßstab zu ihrer Prüfung haben. Im Dienst der Evangelisten Will Christus sich in seiner Retterliebe besonders den unbekehrten Menschen gegenüber offenbaren und sie in seine Gemeinde rufen. Der Dienst der Hirten besteht in der Sorge um die Herde. Sie sind in besonderer Weise für die Verkündigung, die seelsorgerliche Betreuung und die Bewahrung der Gemeinde vor ihren geistlichen Feinden verantwortlich.


Die Zubereitung jedes Gläubigen zum Werk des Dienstes, so dass er mit seinem Leben und seinen Gütern verantwortlich am Bau der Gemeinde und der Ausbreitung des Gottesreiches mitwirken kann.

Die Zubereitung jedes Gläubigen liegt vor allem in der Verantwortung der Diener, die Christus seiner Gemeinde gab. Zuerst müssen sie durch Belehrung und Seelsorge ein klares Bewusstsein dafür wecken, dass jeder Christ nach Gottes Willen, entsprechend seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten am Bau des Reiches Gottes mitarbeiten soll. Außerdem haben sie für die geistliche und charakterliche Zubereitung der Mitarbeiter zu sorgen, damit diese dann in Eigenverantwortung und Kreativität den vielfältigen Bedürfnissen der Gemeinde und der Welt begegnen können.

Jeder Gläubige soll angeleitet werden, nicht nur mit seiner Zeit, Kraft und speziellen Befähigungen, sondern auch mit seinem Besitz der Ausbreitung des Reiches Gottes zu dienen. Die Schrift betrachtet den Gläubigen nicht als Eigentümer seines Vermögens und Einkommens, sondern als Haushalter, der über die Verwaltung des ihm anvertrauten Gutes Rechenschaft zu geben hat. In Anerkennung dieses Verhältnisses sollte er stets gern, dankbar und fröhlich zurückgeben, was Gott von ihm haben möchte.

Die Darbringung von Geld in der Gemeinde soll nach der Schrift der Ausbreitung des Evangeliums durch die Verkündigung dienen. Das Neue Testament lehrt das Geben im Verhältnis zum Gedeihen, das der Herr schenkt. Im Alten Bund erwartete Gott den Zehnten von allem, was der Mensch hatte.

Was dem Juden nicht schwer war zu geben, sollte einem Christen als Orientierungslinie dienen, die er aus Liebe zu seinem Herrn und nicht unter Zwang des Gesetzes auch durch finanzielle Opfer stets gern überschreiten wird. An dieses Geben sind in der Schrift große Verheißungen geknüpft.

Mal 3,10.11 | Matth 23,23 | 1. Kor 9,14; 16,2 | 2. Kor 8,7-11; 9,6-15
Eph 4,12 | Gal 6,6-10 | 1. Tim 4,17-19; 10 | 2. Tim 2,2 | 1. Petr 4,10